ÜBER MICH

seriöses bildSeit meiner Kindheit begleiten mich zwei Dinge: Das Schreiben und Museen. Ich schreibe, seit ich schreiben kann. Als noch sehr junges Mädchen, wahrscheinlich war ich sieben, bekam ich zum Geburtstag ein Tagebuch geschenkt. Es war grün, rosa, ein Pferd war darauf gedruckt und es hatte ein Schloss mit zwei kleinen Schlüsselchen, die daran baumelten. Der Umschlag fühlte sich an, wie Plastik. Die Seiten waren liniert, glatt und blassrosa. Eigentlich fand ich es hässlich. Irgendwie gefiel es mir aber doch. In einer ruhigen Minute nahm ich also meine Füllfeder und kritzelte unbeholfen meine ersten Worte ins Buch: „29. März 1995…“ – der Beginn meiner Liebesgeschichte mit dem geschriebenen Wort. Auch heute bilden Tagebucheinträge meist die Grundlage meiner Blogposts.

Was die Museen angeht, so brachte meine Mutter meine Brüder und mich bei fast jedem Besuch in Wien ins naturhistorische Museum. Dort gab es neben unzähligen toten Tieren, Speerspitzen und Vasen außerdem eine Vitrine mit menschlichen Knochen. Ich war anfangs zu klein, um reinzuschauen. Aber ich mochte den zugehörigen Text. Mein kindliches Hirn formte aus diesem nämlich ein: „Wir wissen nicht, was wir tun! Und wir wissen nicht, was hier geschah!“ Und ich dachte wohl: „Großartig! Wenn hier niemand etwas weiß, kann ich ja alles Mögliche dazu erfinden!“ So setzte ich mich auf den Boden, begann mit der Träumerei und verliebte mich, mit allem was dazu gehört, in museale Objekte.

Beides habe ich mir beibehalten: Ich arbeite in einem Museum und ich schreibe – endlich auch über Ausstellungen und Museen.

ÜBER MEINEN BLOG

Murmur’s Reviews entstand aus der Lust am Schreiben, Teilen und der Freude an Objekten in Museen. 2017 war ich in Japan und besuchte dort ein Museum, das mich auf Grund seiner Vielfalt unglaublich begeisterte. In Europa hatte ich nichts Vergleichbares jemals gesehen oder erlebt. Im erstbesten Café griff ich zu Stift und Papier und begann zu schreiben. Unleserlich. Wortfetzen. Schließlich Sätze. Am Ende stand da auf dem Zettel meine erste Museumsrezension.

Immer noch begeistert von all den Dingen, die ich gesehen hatte, begann ich darüber nachzudenken, wie ich denn meine Freude jetzt sofort, auf der Stelle und möglichst ganz gleich teilen könnte… mit meinen Eltern, meinen Brüdern, meinem engsten Freundeskreis und überhaupt. Meine Antwort war dieser Blog.

 

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